Zertifizierung

Als ‚Dachverband‘ ist eine Aufgabe der DGsP, die von den Mitgliedsinstituten angebotenen Fort- und Weiterbildungen unterstützend und beratend zu begleiten. Um Teilnehmern solcher Kurse auch die Möglichkeit zu bieten, an anderen Mitgliedsinstituten Kurse zu absolvieren – und diese anerkannt zu bekommen, um eine Vergleichbarkeit – bei aller gebotenen Unterschiedlichkeit – der Abschlüsse zu gewährleisten, entwickelt die DGsP „Richtlinien“ und „Mindeststandards“.

Diese werden erarbeitet, diskutiert – und erprobt, bevor sie durch Vorstand, die Kammer der beruflichen Mitglieder und die Mitgliederversammlung verabschiedet werden.

Die Mindeststandards legen verbindlich fest, unter welchen Mindestanforderungen die DGsP Weiterbildungsangebote ihr angeschlossener Mitgliedsinstitute anerkennt und zertifiziert.

Die DGsP formuliert bewusst Mindeststandards, um den Instituten Möglichkeit zu geben, eigenständige Vertiefungsschwerpunkte und Akzente zu setzen. Hierbei bleibt den Instituten größtmögliche Freiheit, denn nur die Vielfalt eröffnet die Möglichkeit in einen Dialog zu treten und einen lebendigen Beitrag zur Weiterentwicklung systemisch-pädagogischer Theoriebildung und Handlungsräume zu leisten.

Die Ausbildung ist curricular und kompetenzorientiert aufgebaut. Die Regeldauer eines Weiterbildungsganges beträgt 1-2 Jahre, eine Unterrichtseinheit beträgt 45 Minuten. Theorievermittlung mit praktischen Übungen, Supervision und Intervision sowie Beratungspraxis stehen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander.

Die Zertifizierung ist an die Mitgliedschaft des Instituts in der DGsP gebunden. Es verpflichtet sich, die Qualitätssicherung nach den Richtlinien der DGsP und im Rahmen der bei der DGsP hinterlegten Curricula zu gewährleisten. Die Ausbildung setzt eine entsprechende angemessene Qualifikation der Lehrenden voraus. (Systemische Lehrausbildung der DGsP, DGSF, SG o.a., im Rahmen universitärer Lehre und Ausbildung Tätigkeiten, vergleichbare Qualifikationen).

Die DGsP verpflichtet sich, entsprechende Ausbildungen im Rahmen der Mitgliedsinstitute bis zu 5 Jahre nach Abschluss der Ausbildung zu zertifizieren. Der Antrag auf Zertifizierung wird in der Regel durch das ausbildende Institut gestellt. Die Zertifizierung ist kostenpflichtig.

Bisher liegen verbindliche Mindeststandards vor für die Weiterbildung „Systemischer Berater (DGsP)“ / „Systemische Beraterin (DGsP)“, „Systemischer Coach und Supervisor im pädagogischen Kontext (DGsP)“ / „Systemische Coachin und Supervisorin im pädagogischen Kontext (DGsP)“ „Systemischer Familientherapeut im pädagogischen Kontext (DGsP)“ / „Systemische Familientherapeutin im pädagogischen Kontext (DGsP)“.

Weitere Standards befinden sich in der Erprobung.