Wofür eine „Gesellschaft“ – einen „Verein“?

Prof. Dr. Winfried Palmowski bringt es auf den Punkt, wenn er über seine Motive spricht, diesen Verein zu gründen: Mit Menschen sich austauschen zu können über systemische Pädagogik, ohne jedesmal erst einmal den Unterschied zwischen systemisch und systematisch erklären zu müssen.

Am 16. Februar 2002 wurde auf dem Campus der Universität Erfurt die „Deutsche Gesellschaft für systemische Pädagogoik e. V.“ gegründet. Eines ihrer Ziele bestehe darin,  „verstärkt innovatives Gedankengut, das sich im Therapiebereich und in der freien Wirtschaft längst bewährt hat, in die pädagogische Theorie und Praxis – wie beispielsweise die Schulentwicklung – hineinzutragen und Wege zu öffnen für einen interdisziplinären Dialog“, informierte Palmowski im Anschluss an die Gründungsveranstaltung.

„Die Gesellschaft für Systematische Pädagogik will sich zwei zentralen Aufgaben stellen. Durch Publikationen, Tagungen, Fort- und Weiterbildungen sollen systemisch-konstruktivistische Perspektiven verstärkt in den allgemeinen pädagogischen Diskurs eingebracht und Positionen und Handlungsmodelle, die im klinischen Bereich wie in der
Organisationsentwicklung seit langem anerkannt sind, auch für (Schul-)Pädagogik verstärkt genutzt werden. Außerdem will sie eine Plattform für die Vernetzung und verstärkte inhaltliche Kooperation von in diesem Bereich Arbeitenden – angefangen von
universitärer Forschung und Lehre bis zur täglichen pädagogischen Arbeit in den unterschiedlichsten Praxisbereichen, entwickeln und anbieten. „Die Vereinzelung und Isolation, die viele systemisch denkende Pädagogen erleben, soll reduziert oder aufgehoben werden, durch ein kommunikatives Netz, an dem sich jeder beteiligen kann“, so Palmowski, der in Erfurt zum ersten Vorsitzenden der Gesellschaft gewählt wurde.“

Soweit zitiert aus der auch heute noch aktuellen Pressemitteilung über die damalige
Gründungsveranstaltung (http://idw-online.de/de/news?id=44610).