Jahrestagung

Die DGsP veranstaltet einmal im Jahr in Erfurt ihre Jahrestagung: es handelt sich um eine Weiterbildungsveranstaltung, die sich an die Mitglieder der DGsP richtet und versucht durch wissenschaftliche Vorträge, Arbeitsgruppen und Diskussionsforen Impulse für die Weiterentwicklung der „systemischen Pädagogik“ zu setzen.

Zu den Terminen für die Jahrestagung 2018

Bericht zur Jahrestagung 2017

Die diesjährige Jahrestagung fand vom 25. – 28. Mai in der Aktiv – Schule Erfurt statt und stand unter dem Motto: „Schätze (er)finden“.

Schatz: (laut Duden): angehäufte Menge, Ansammlung von kostbaren Dingen, etwas, was seinem Besitzer, seiner Besitzerin viel wert ist, was zu besitzen ihm/ ihr viel bedeutet, ein wertvolles materielles oder geistiges Gut.

Im Folgenden Augenblicke, Einblicke und Ausblicke der diesjährigen Jahrestagung.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben das Wort und geben einen Eindruck, welche Schätze sie bergen konnten (und warum es sich lohnt ein sonniges Wochenende in Erfurt statt im heimischen Garten zu verbringen):

„Ich habe gefunden, wonach ich nicht gesucht habe …. viele inspirierende Momente, neue Begegnungen, die Auseinandersetzung mit Erwartungen, einen sicheren Konsensraum mit musikalischen Resonanzen …. einen echten Schatz.“

„Beim ungezwungenen & lockeren Miteinander ist man immer wieder überrascht, welche hochprofessionellen Akteure hier zusammengefunden haben & wie selbstverständlich diese in Beziehung gehen. Sowas geschieht selten auf vergleichbaren Veranstaltungen.“

„Auffrischung gelungen! – Ich bin wieder in Kontakt mit den systemischen Ideen und Gedanken. Ich fühle mich sicherer, in meiner 2. Reaktion, auf äußere und innere Reize mit Musterunterbrechung zu reagieren. Ich nehme viel mit, das ich weitertragen kann.“

„Ein großer Schatz, den ich auch diesmal wieder finden konnte, war die Begegnung mit so unterschiedlichen Menschen, das gelingende Miteinander und der gute Gedankenaustausch.
Wir sind „wahre“ Schätze(er)finder!“

„Die zwei Tage waren für mich angefüllt mit vielfältigen Aspekten zur Bedeutung einer systemisch – konstruktivistischen Sprache bzw. Handlungsraumes. Dieser Kontext hat mir einmal wieder ermöglicht unterschiedsbildende Gespräche im Vertrauen auf ein wertschätzendes Miteinander zu führen – eine Atmosphäre von Lebendigkeit, Offenheit und Sicherheit.“

„Geist erweiternde Gespräche mit ähnlich denkenden Menschen aus allen Richtungen. Und immer wieder die schwere Entscheidung – welcher Workshop?“

„Ich danke allen für zwei intensive Tage des Zusammenseins mit einer berührenden Abendmusik. Ich habe viele wertvolle Schätze gefunden. In Stefans Workshop den Schwindel im Erwartungskarussell erlebt und überwunden; in Ritas Workshop, viele Anregungen um Lösungshaltungen zu finden oder weiter zu entwickeln; Christophs Workshop, Gedanken und Gefühle visualisieren, …“


Programm der Jahrestagung 2017

Schätze (er)finden

Samstag, den 27.5.2017

  • 9.00 Uhr Ankommen – Kaffee
  • 9.30 Uhr Beginn – Begrüßung
  • 9.45 – 13.00 Uhr Plenum und Kleingruppen zum Thema:
    DGsP – Wer sind wir? Was wollen wir? Wohin kann es gehen?
    – Unsere Werte, Talente und Freuden
    – Unsere Identitäten, unsere Besonderheit
    – Unsere Zukunftsvorstellungen
    – Unsere Wünsche und Unterstützungsangebote an den Vorstand
    ….
  • 13.00 – 14.30 Mittagsimbiss, Pause, Entspannung, Gespräche
  • 14.30 Uhr – 16.30 Uhr Workshops I:
    kurze Vorstellung der Workshops
    Arbeit in den Workshops
  • 16.30 Uhr Kaffee
  • 17.00 Uhr – 19:00 Uhr Workshops II
    kurze Vorstellung der Workshops
    Arbeit in den Workshops
  • 19.15 Uhr Kleine Abendmusik und anschließendes Abendessen

Sonntag, den 28.5.2017

  • 9.00 Uhr Ankommen – Kaffee
  • 9.30 Uhr Begrüßung
  • 9.45-11.45 Uhr: Workshops III
    kurze Vorstellung der Workshops
    Arbeit in den Workshops
  • 12.00 Uhr Abschlussreflexion
  • 13.00 Uhr Ende des Jahrestreffens

Workshopangebote von:

Kerstin Brüggemann
Rita Bienek
Günter Engel
Johannes Schwehm
Wolfram Spiegel
Stefan Pätz
Christoph Hartmann
Gina Wiegräfe

und du?

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Die Jahrestagung 2016

Die Jahrestagung 2016 fand vom 7. – 8. Mai in Erfurt statt – Thema:

Bezogene Individuation leben.
Eigene Menschenbilder im systemisch-pädagogischen Diskurs

Einladung und Details zu Mitgliederversammlung und Jahrestagung 2016 (Download pdf)

Vorstellung der einzelnen Workshops (Download pdf)


Die Jahrestagung 2015

Freitag, den 15. Mai 2015, 9.30 Uhr – 15.30 Uhr

Tagung der beruflichen Mitglieder (Institute) 2015

Aktiv-Schule Erfurt
Schellrodaer Weg
99097 Erfurt
Einladung herunterladen (pdf)


Freitag, den 15. Mai 2015, 16.00 Uhr – 19.00 Uhr

Mitgliederversammlung 2015

Aktiv-Schule Erfurt
Schellrodaer Weg
99097 Erfurt
Einladung herunterladen (pdf)


Samstag, 16. Mai 2015 (Beginn 9.00 Uhr) bis Sonntag, 17. Mai 2015 (Ende 13.00 Uhr)

Jahrestagung 2015

Aktiv-Schule Erfurt
Schellrodaer Weg
99097 Erfurt
Einladung herunterladen (pdf)
Ausführliche Beschreibung der Workshops herunterladen (pdf)


Die Jahrestagung 2014

Die diesjährige Jahrestagung fand am Samstag, 17. Mai 2014 und Sonntag, 18. Mai 2014 in der Tagungstenne Hochstedt in Erfurt statt und stand unter dem Motto:
„Vielfalt in der DGsP und Vielfalt in Inklusion erleben“.

Tagungstenne Hochstedt, Waidgarten 8, 99198 Erfurt–Hochstedt

Themen:

  • Bildergeschichten – ich bin im Bilde
  • Das Lebensflussmodel
  • Inspiration in Beratung und Therapie
  • Inklusion aus Sicht einer konstruktivistischen Entwicklungspsychologie des Erwachsenenalters
  • Aikido – Beratung aus der Mitte

Einladung herunterladen (pdf)

Informationen zu den Workshops herunterladen (pdf)


Bericht zur Jahrestagung 2013

Bericht von der Jahrestagung DGsP e. V.
Samstag, den 18. bis Sonntag, den 19. Mai 2013
in der Tagungstenne Hochstedt, Erfurt-Hochstedt

Erkundungen zur (Selbst-) Reflexivität in der systemischen Pädagogik.

Wie in jedem der letzten Jahre fand auch in diesem Jahr das alljährliche Jahrestreffen am 3. Maiwochenende statt, auch wenn es in dieses Jahr auf das Pfingstwochenende fiel.

Gekommen waren einige, viele waren auch geblieben, da an den Tagen vorher Vorstandsitzung, Tagung der beruflichen Mitglieder und Mitgliederversammlung auf dem Programm standen. Silke Palmowski, die gemeinsam mit ihrem Mann Winfried Palmowski, die Tagung vorbereitet hatte, eröffnete die Tagung mit kleinen  Geschichten von Heinz Janisch und Wolf Erlbruch, Der König und das Meer.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde und Kleingruppendialogen zu einigen Fragen, die dem Einstieg in das Tagungsthema dienten, eröffnete Joshua Handerer mit seinem spannenden Vortrag unter dem Thema „Der Therapeut als ‚Symptomträger‘. Beobachtungen dritter Ordnung.“ Die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema der Tagung. Im Rahmen seiner Dissertation beschäftigt er sich mit der Frage, inwieweit die Psychologie den Säkularisierungsprozess der Religion, den er mit dem Beginn der Aufklärung verortet, ablöst. Gemeint ist, inwieweit die Psychologie seit Ende des 19. Jahrhunderts als ‚wissenschaftliche‘ Disziplin die Relgion ablöst. Während in den vergangenen Jahrhunderten das „Sollen“ im Vordergrund stand, dem sich vieles unterordnete, ist es jetzt das „Können“, was gefordert ist: die spannende Frage ist, ob nicht auch diese Entwicklung nicht zuletzt der neoliberalen Wirtschaftsideologie bei ihrer Instrumentalisierung des Menschen für eine globalisierte Ausbeutung dient, was Stichwörter wie Potentialentfaltung, Optimierung menschlicher Ressourcen u.ä. nahelegen könnten. Der Vortrag regte intensiv dazu an, sich mit grundlegenden Fragestellungen systemischer Pädagogik im Sinne der gewählten „Selbst-Reflexivität“ auseinanderzusetzen.

Es folgten Workshops von Matthias und Rita Freitag zum Thema „Kreativ und ressourcenorientiert systemisch arbeiten mit Kindern und Jugendlichen“, in denen verschiedene kreative Beratungszugänge für Kinder und Jugendliche vorgestellt und reflektiert wurden: Spiele, Arbeit mit Puppen, Malen, Bewegungsübungen und der Einsatz in Beratungskontexten.

Stefanie Winter und Elke Draws boten einen Workshop an zum Thema „Aus Stolpersteinen Schönes bauen – Einladung zum Blick durch die Clownbrille“ der einlud, die Sichtweise des Clowns auszuprobieren und gemeinsamauszuloten, was sich daraus für die beraterische Tätigkeit (oder andere alltägliche Kontexte) Fruchtbares ergeben könnte.

Gudrun Nehlsen leitete den Workshop „Nonverbale Kommunikation im argentinischen Tango“, in dem es darum ging, einfache Schritte und Bewegungen des argentinischen Tangos kennen zu lernen und die Möglichkeiten seiner nonverbalen Kommunikation zu erfahren. Hierbei standen die Wahrnehmung der eigenen Körperhaltung, der Dialog mit einem Partner/Partnerin, sowie die Bewegung im Gruppenprozess im Vordergrund. Mit einfachen Übungen zum Führen und Folgen konnten Erkenntnisse über Bewegungs- und Verhaltensmuster gewonnen werden.

Der erste Abend wurde abgeschlossen durch eine Vorstellung von Stefanie Winter und Elke Draws mit einem Clownsprogramm der Spitzenklasse.

Am nächsten Tag folgten weitere Workshops:
Zum einen bot der Bildhauer Gernot Ehrsam an: Holzbildhauen. Über die Auseinandersetzung mit dem Material Holz kreative Kräfte freisetzen, sich selbst und das eigene Tun reflektieren sowie das Wesen des Holzes erkunden. Holz, von ähnlicher ‚Qualität‘ wie das gewachsene menschliche Fleisch, lädt ein zu einem Erkundungsgang, sich selbst nachzuspüren. Und dieser Einladung sind viele begeistert gefolgt.

Gern gesehener Referent der Jahrestagung ist Wolfram Spiegel mit seinen vielfältigen Angeboten. In diesem Jahr bot er einen Workshop an, in dem er dazu einlud, sich mit den klanglichen Möglichkeiten der Alltagswelt auseinanderzusetzen. Ob Kleiderbügel, Tannenzapfen, Strandmuscheln, Steine, Hölzer verschiedenster Art und Beschaffenheit, Hufeisen und vielen weiteren ‚Klangkörpern‘ – alles wurde genutzt, um Klänge zu erzeugen.  Neben dem Spielen eröffneten sich aber auch Möglichkeiten des Dialogs, des Trios, des Tetralogs, der Reflexion der eigenen Befindlichkeit und auch der des Nachspürens, des In–Resonanz–Gehens mit sich und anderen.

Gegen Mittag endete die Tagung mit Dank an alle, die zum Gelingen beigetragen hatten, insbesondere den Gastgebern Silke und Winfried Palmowski für die hervorragende Organisation, die gute Verpflegung, aber auch die angenehme Atmospäre, zu der jeder seinen Beitrag leistete.
Text und Fotos – rh

Der Bericht zur Jahrestagung 2013 als pdf
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