Zertifikat systemischer Familientherapeut im systemischen Kontext

Dieses Modul stellt einen Erweiterungskurs dar: es setzt den erfolgreichen Abschluss des Aufbaukurses und das entsprechende Zertifikat voraus.

Der Erweiterungskurs umfasst 150 Stunden Theorie und Methode– hinzu kommen 100 Stunden berufsfeldbezogene Arbeit, Supervision sowie 50 Stunden Intervision und Selbsterfahrung. Insgesamt sind damit 300 Stunden nachzuweisen. Der Erweiterungskurs schließt mit einem zertifizierten Abschluss: „Systemischer Familientherapeut im pädagogischen Kontext (DGsP)“ / „Systemische Familientherapeutin im pädagogischen Kontext (DGsP)“

Das Curriculum befindet sich in der Erprobungsphase. Es bleibt den an der Erprobungsphase beteiligten Instituten überlassen, diesen Rahmen inhaltlich zu gestalten.

Theorie und Methode
  • Systemtheoretische Grundlagen, konstruktivistische Grundlagen, Kybernetik zweiter Ordnung
  • Theorie und Praxis systemisch-konstruktivistischer Wirklichkeitskonstruktionen und deren Auswirkungen in familientherapeutischen Prozessen
  • Prozessorientierte Handlungskompetenzen
  • Ressourcen- und lösungsorientierte Vorgehensweisen im familiären System
  • Selbstcoaching, Gesundheitscoaching, Selbstwirksamkeit
  • Reflexivität im Hinblick auf eigenes Erleben, auf eigenes Handeln, in Familiensystemen
  • Zirkularität, Multiperspektivität und Selbstbezüglichkeit
  • Systemische Methoden in familientherapeutischen Prozessen (Auftragsklärung, Reframing, Metakommunikation, Selbstreflexivität, u.a.)
  • Ethische Reflexion systemisch-pädagogischen Handelns im im familiären System (Haltung, auswirkungsbezogenes Denken und Handeln, Wertschätzung, Allparteilichkeit, Menschenbilder)
  • Bindung und Resilienz
  • Arbeit mit spezifischen Klientensystemen, systemische Sichtweisen komplexer Systeme in ihrer Prozesshaftigkeit und Dynamik
Berufsfeldbezogene Arbeit und Supervision
  • Begleitend zur Ausbildung bietet sich das eigene Berufsfeld als Erkundungsfeld für systemisch-pädagogisches Handeln an. Supervision kann helfen, eigene emotionale, biografische Muster zu erkennen, zu verändern und oder zu nutzen.
  • Methoden des Selbstcoaching und der systemischen Selbstreflexion können zu einer reflexiven systemisch-pädagogischen Professionalisierung beitragen.
Intervision und Selbsterfahrung
  • Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Ausbildungskurse treffen sich in Kleingruppen (Regionalgruppen, Peer-Gruppen), um die Inhalte und Methoden der Ausbildung zu vertiefen, anzuwenden, kritisch (selbstreflexiv) zu erproben und zu hinterfragen.
  • Hierzu gehört auch die selbstständige Auseinandersetzung mit grundlegender Literatur.
  • Fallbesprechungen können der kritischen Auseinandersetzung mit eigenem beraterischem Handeln dienen und tragen damit wesentlich zu reflexiver, professioneller Selbsterfahrung bei.

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