Zertifikat „systemischer Berater/Pädagoge“

Der Aufbaukurs umfasst 150 Stunden Theorie und Methode– hinzu kommen 100 Stunden berufsfeldbezogene Arbeit, Supervision sowie 50 Stunden Intervision und Selbsterfahrung. Insgesamt sind damit 300 Stunden nachzuweisen. Der Grundkurs schließt mit einem zertifizierten Abschluss, der Voraussetzung für den Besuch eines Aufbaukurses ist.

Insgesamt sind also 600 Stunden nachzuweisen, um den folgenen Titel führen zu können: „Systemischen Berater (DGsP)“ / „Systemische Beraterin (DGsP)“ (und/oder: „Systemischer Pädagoge (DGsP)“ / „Systemische Pädagogin (DGsP)“)

Die Form der Lehre ist stets der eigentliche Inhalt.
Fritz Simon, Die Kunst nicht zu lernen, 1999, S.153

Theorie und Methode
  • Systemtheoretische Grundlagen, Konstruktivistische Grundlagen, Kybernetik zweiter Ordnung (Einführung: Grundkurs; Vertiefung: Aufbaukurs)
  • Theorie und Praxis systemisch-konstruktivistischer Wirklichkeitskonstruktionen und deren Auswirkungen in pädagogischen Handlungsfeldern (Einführung: Grundkurs; Vertiefung: Aufbaukurs)
  • Prozessorientierte Handlungskompetenzen im Hinblick auf ressourcenorientierte Lösungsstrategien
  • Reflexivität im Hinblick auf eigenes Erleben, auf eigenes Handeln, auf systemische Kontexte im Mikro- und Makrobereich institutionellen Wirkens und Arbeitens;
  • Zirkularität, Multiperspektivität und Selbstbezüglichkeit
  • Systemische Methoden für den pädagogischen Beratungskontext (Auftragsklärung, Begleitung in Veränderungsprozessen, Konfliktlösungsstrategien, systemische Gesprächsführung, u.a.)
  • Ethische Reflexion systemisch-pädagogischen Handelns (Haltung, auswirkungsbezogenes Denken und Handeln, Wertschätzung, Allparteilichkeit, Menschenbilder)
Berufsfeldbezogene Arbeit und Supervision
  • Begleitend zur Ausbildung bietet sich das eigene Berufsfeld als Erkundungsfeld für systemisch-pädagogisches Handeln an. Supervision kann helfen eigene emotionale, biografische Muster zu erkennen, zu verändern und oder zu nutzen.
  • Methoden des Selbstcoaching und der systemischen Selbstreflexion können zu einer reflexiven systemisch-pädagogischen Professionalisierung beitragen.
Intervision und Selbsterfahrung
  • Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Ausbildungskurse treffen sich in Kleingruppen (Regionalgruppen, Peer-Gruppen), um die Inhalte und Methoden der Ausbildung zu vertiefen, anzuwenden, kritisch (selbstreflexiv) zu erproben und zu hinterfragen.
  • Hierzu gehört auch die selbstständige Auseinandersetzung mit grundlegender Literatur.
  • Fallbesprechungen können der kritischen Auseinandersetzung mit eigenem beraterischem Handeln dienen und tragen damit wesentlich zu reflexiver, professioneller Selbsterfahrung bei.

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