Mindeststandards für die Zertifizierung der Weiterbildungen

Vorbemerkung

Die Mindeststandards legen verbindlich fest, unter welchen Mindestanforderungen die DGsP Weiterbildungsangebote ihr angeschlossener Mitgliedsinstitute anerkennt und zertifiziert.

Die Ausbildung gliedert sich in einen Grundkurs und einen Aufbaukurs. Der Titel kann erst mit dem erfolgreichen Abschluss der beiden Kurse und im Anschluss an die entsprechende Zertifizierung geführt werden.

Die DGsP formuliert bewusst Mindeststandards, um den Instituten Möglichkeit zu geben, eigenständige Vertiefungsschwerpunkte und Akzente zu setzen. Hierbei bleibt den Instituten größtmögliche Freiheit, denn nur die Vielfalt eröffnet die Möglichkeit in einen Dialog zu treten und einen lebendigen Beitrag zur Weiterentwicklung systemisch-pädagogischer Theoriebildung und Handlungsräume zu leisten.

Die Ausbildung ist curricular und kompetenzorientiert aufgebaut und besteht aus insgesamt mindestens 450 Stunden. Die Regeldauer eines Weiterbildungsganges beträgt 1-2 Jahre, eine Unterrichtseinheit beträgt 45 Minuten. Theorievermittlung mit praktischen Übungen, Supervision und Intervision sowie Beratungspraxis stehen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander.

Die Zertifizierung ist an die Mitgliedschaft des Instituts in der DGsP gebunden. Es verpflichtet sich, die Qualitätssicherung nach den Richtlinien der DGsP und im Rahmen der bei der DGsP hinterlegten Curricula zu gewährleisten. Die Weiterbildung setzt eine entsprechende angemessene Qualifikation der Lehrenden voraus. (Systemischer Dozent der DGsP, systemischer Lehrtherapeut DGSF, SG o.a., im Rahmen universitärer Lehre und Ausbildung Tätigkeiten, vergleichbare Qualifikationen).

Die DGsP verpflichtet sich, entsprechende Ausbildungen im Rahmen der Mitgliedsinstitute bis zu 5 Jahre nach Abschluss der Ausbildung zu zertifizieren. Der Antrag auf Zertifizierung wird in der Regel durch das ausbildende Institut gestellt. Die Zertifizierung ist kostenpflichtig.

Eingangsvoraussetzungen

Voraussetzung ist ein Hochschul- oder Fachhochschulabschluss im Bereich der Humanwissenschaften oder eine abgeschlossene pädagogische Ausbildung, psychosoziale Praxiserfahrungen oder eine abgeschlossene Berufsausbildung und eine mindestens 2-jährige Berufstätigkeit im psychosozialen oder beraterischen Feld.

In Ausnahmefällen können auch Studierende oder Auszubildende der genannten Ausbildungsgänge an den Fortbildungen teilnehmen. Das Führen des erworbenen Titels ist jedoch erst nach erfolgreichem Abschluss der entsprechenden Ausbildung möglich.

Möglichkeiten für systemischer Beratung/Pädagogik im beruflichen Arbeitsfeld sollte gegeben sein.